Die Faszination an Religiosität und Glauben resultiert aus der Tatsache, dass sie mit den Mitteln des Intellekts nicht zu fassen sind. Ausgangspunkt meiner Arbeit Eins war eine Reise zum hinduistischen Fest der Durga Puja im indischen Kalkutta, das als wichtigstes religiöses Fest des Jahres gilt. Als Fotograf nähere ich mich meinem Sujet als Poet, der im Gegensatz zum Analytiker mehr in den Dingen sieht, als das nach Regeln zu Registrierende. Dabei gehe ich der Frage nach, in wie weit die Religion den Menschen mit sich und seiner Umwelt verbindet, ihn eins werden lässt. Indem ich über die Beschreibung des Festes als Ereignis hinausgehe, stelle ich auf einer höheren, poetisch-symbolischen Ebene Fragen zum Wesen des Religiösen an sich.
Die Edition erscheint in Kürze. |